Sachstände

Auf dieser Seite habe ich einige alte Sachstände und Zwischenberichte abgespeichert, die nur für diejenigen interessant sind, welche diese noch nicht bekommen haben.

 

      3.    Sachstandsbericht vom 21. November 1999:

Sterbefälle:
Leider sind auch dieses Jahr einige Sterbefälle zu beklagen:
- Im Juni starb in Paris Louis-Albert Sèeberger (geboren 1914). Er stammt aus der Familie der
  drei bekannten Brüder und Fotografen und hat deren Werk fortgesetzt. Die letzten Forschungser-
  gebnisse über seine Vorfahren aus Lachen konnte ich ihm nicht mehr rechtzeitig geben.
- Ruth Seeberger, Frau von Robert in Pittsburgh/Pennsylvania starb im August im Alter von 59
  Jahren. Nicht einmal vier Wochen vorher war sie überglücklich, als sie Oma geworden ist.
- Im September starb in Tiffin / Ohio Harold Seeberger nach schwerer Krankheit.
Nun liegen Leben und Sterben oft sehr eng zusammen. Trotzdem ist es schon traurig, wenn man mehr über diese Menschen kennt und teilweise sogar Kontakt mit ihnen hatte.

Homepage:
Sie ist eingerichtet und ich konnte schon die ersten Erfahrungen machen. Aus USA kam ein Hinweis, daß nicht alle Wappen zu sehen sind, aber dies konnte nicht als generelles Problem bestätigt werden. Also bitte immer melden, wenn was nicht so ankommt, wie es sein soll. Das Konzept steht auch und wird zur Kritik freigegeben.

Archiv:
Hier sind einige Neuzugänge zu melden. Etliche Bücher von Seebergern konnte ich antiquarisch erwerben! Dabei gingen die Kontakte bis nach Sydney in Australien, wo ein Buch über die französischen Brüder Seeberger lag. Von Dr. Hans-Werner Seeberger aus Berlin bekam ich die Abschrift des um 1900 erstellten Buches Die Seeberger über die Nachfahren des Mathes im Fichtelgebirge. Das Original (handgeschrieben) konnte ich auch kopieren, es ist voller Schätze! Auch aus USA gab es viele Fotos aus der Zeit der Jahrhundertwende. Aber auch von Paul Davis aus Palm Springs über 400 Seiten über die Seberger-Famile aus dem Saarland. Allein die Auswertung dieses Buchs hat Wochen gedauert.

Schweizer Seeberger:
Hier mußte ich eine Forscherin aus Lupfig einschalten, die mir aus dem Archiv Aarau die Daten der in Birr verschwundenen Kirchenbücher heraussuchte. Aber da gibt es Probleme mit deren Einarbeitung, es fehlen noch einige Verbindungen.

Seeberger aus Böhmen / Fichtelgebirge:
Die Ergebnisse meiner Frühjahrsreise auszuwerten, ist viel umfangreicher, als ich geglaubt habe. Tut mir leid, das dauert noch einige Zeit. Den ganzen Bereich südlich von Bamberg konnte ich noch nicht im Computer eingeben und zusammenzustellen. Grund dafür war, daß ich mit dem schwersten Teil angefangen habe, nämlich der Verbindung vom Stiftsland (Waldsassen-Tirschenreuth) nach Eger in Böhmen. Es hat Wochen mit fast täglichem Studium der alten Unterlagen von 1475 bis 1630 aus dem Stadtarchiv Eger gedauert, bis ich die Schrift von 5 Urkunden einigermaßen entziffern konnte. Es handelte sich um Testamente und eine Kaufurkunde. Nun, ich konnte die Linie von Mathes (gestorben 1602 in Großklenau) zurück bis zu einem Ulrich in Eger schließen, der 1475 ein Testament erstellt hat. Da bin ich ziemlich stolz drauf. Nur bei den anderen Funden ist das viel schwieriger. Da gab es allein 4 Hans um 1560 und die zuzuordnen ist noch nicht möglich. Aber wir geben nicht auf!
Aus der Linie des Mathes entstammen u.a. zwei bekannte Maler. Von dem ersten, einem Gustav Seeberger, nach dem eine Straße in München benannt ist, konnte ich einen Stich von 1846 erwerben. Der andere, ein Carl stammt aus der Pfarrerfamilie ab und starb 1978 mit 92 Jahren in Darmstadt. Von ihm habe ich zahlreiche Leserbriefe und Artikel erhalten, die zeigen, daß er kein pflegeleichter Otto Normalverbraucher war, sondern ein Mensch mit Ecken und Kanten, der aus seinem Herzen keine Mördergrube machte. Da versuche ich an weitere Informationen über ihn und seine Werke zu kommen.

Neue Familien:
Im Moment bin ich dabei, einigen neuen Informationen nachzugehen. Eine Familie taucht vor 1900 in Danzig auf und wandert nach USA aus. Eine größere Familie hat ab 1800 im hannoverschen gelebt. Hameln, Eimsen und Dassel sind nur einige Orte. Auch hier ist eine Familie nach USA ausgewandert.
Überhaupt sind die Auswanderer nach Amerika ein besonderes Kapitel, sie machen aber auch besondere Arbeit! Da ist noch lange kein Ende abzusehen.
Soweit der Bericht über die letzten Aktivitäten.

         2.       Sachstandsbericht vom Juni 99:

Und wieder melde ich mich mit einem Sachstandsbericht über die Ereignisse der letzten Wochen. Es hat sich viel getan und es gibt auch neue Erkenntnisse und Überlegungen.Zuerst die Absicht, die Forschungsergebnisse im Überblick im Internet zu veröffentlichen. Eine URL ist beantragt und reserviert (www.seeberger-online.de), und jetzt kann die Arbeit beginnen. Zuerst werden erst einmal Übersichten über die diversen Familien und geschichtliche Hintergründe aufgenommen. Erst dann kann ich entscheiden, wie detailliert diese Daten ergänzt werden. Natürlich wird der Datenschutz für Daten ab 1900 berücksichtigt werden müssen. Etwa ab September wird es sich lohnen, einmal dort nachzuschauen.Auch das Familienarchiv macht Fortschritte, inzwischen habe ich tolle Bilder erhalten. Näheres dann auch im Internet.Nach einer Forschungsreise von mehr als 4 Wochen sind doch einige interessante Aspekte zu melden. Aber es wird noch mindestens drei Monate dauern, bis ich all diese Daten zusammengefügt und in den Computer eingegeben habe.Erste Station war das Diözesanarchiv in Rottenburg. Dort konnte ich einige Generationen der Seeberger im Raum Saulgau ermitteln, die aber wegen Mangel an Söhnen sich nicht weiter fortsetzen konnten.
Weiter ging es zum Bodensee, wo ich vor allem im Raum Radolfzell einige Bilder von den Orten machen konnte, in denen z.T. noch heute Seeberger leben. Etliche Namen fand ich auf den Friedhöfen und Gedenksteinen.
In Bregenz konnte ich zwei Urkunden von 1510 und 1517 kopieren in denen ein Christian und seine Frau Gretha in Bürs erwähnt war. Dazu einige nette Geschichten aus Bezau im Bregenzer Wald für mein Buch.
Ein Treffen mit unserem Freund und Forscher Hans Thöni in Ludesch ergab etliche Erkenntnisse über Auswanderer nach Lothringen und dem Saarland.
Das Landesarchiv in Innsbruck war die nächste Station, dort habe ich den Bereich um Zams erforscht und bin dort und vor allem in den Kirchenbüchern von Schönwies fündig geworden. Es waren mehr als 100 Seeberger, die ich dort entdeckt habe und die ich in die Zamser Daten einbauen muß!
Auf dem Weg nach Bamberg machten wir einen Stop in Würzburg bei Harald Seeberger, der sich besonders um seine Marktredwitzer Linie kümmert.
Bamberg als nächste Station brachte Gelegenheit, den gesamten Bereich um Grossenseebach und Herzogenaurach zu erforschen. Natürlich haben wir im Gasthof St. Hubertus in HAurach-Beutels- dorf bei Georg Seeberger zu Mittag gegessen! Ich schätze, daß mehr als 250 neue Seeberger hinzugekommen sind und ich einige Lücken schließen kann. Ein Treffen mit Hermann Dümig, der sich in dieser Zeit im Stadtarchiv umsah, brachte auch dort neue Daten.
Spannend war die Forschung im Staatsarchiv in Amberg, die nur der Anfang war. Ich habe verschiedene Mannbücher (Auflistung der wehrfähigen Männer) und Türkensteuerregister von 1560 bis ca. 1620 aus dem Stiftsland (Waldsassen – Tirschenreuth) systematisch ausgewertet und muß jetzt die 13 Seeberger, die schon 1560 dort vorkamen mit den anderen Ergebnissen vergleichen und versuchen, eine Zuordnung zu finden. Natürlich habe ich mir auch die wunderbare Gegend des Fichtelgebirges angesehen und Fotos von all diesen Orten gemacht.
Danach ging es für drei Tage in das Regensburger Archiv. Hier habe ich so ziemlich alle relevanten Kirchenbücher aus dem Stiftsland geprüft und auch weitere mehr als 100 Seeberger gefunden. Ich glaube, daß sich jetzt ein ziemlich klares Bild erstellen läßt, was um 1600 alles passiert ist. Man muß sich das erst in eine Karte einzeichnen und viel über die Geschichte in dieser Zeit lesen und dann wird einem vieles klar und logisch. Da bin ich dran. Auch die Zuordnung der Pfarrgemeinden hat sich sehr oft geändert, das muß man erst einmal herausfinden. Leider gibt es immer wieder Lücken in den Büchern, wie z.B. von 1600-1625 in Wondreb, wo viele Einträge zu finden sind, da wird es dann besonders schwierig.
Alles in allem eine sehr erfolgreiche Forschungsreise, die uns auch einen schönen Urlaub beschert hat. So zum Beispiel auf unserer Burg Seeberg in der Nähe von Cheb / Eger, die inzwischen auch äußerlich sehr gut renoviert ist. Gewohnt haben wir 50m weiter in unserer Pension Seeberg zu Preisen, wo uns die Augen getränt haben, so niedrig sind sie. Ich kann einen Urlaub in Oberfranken und Böhmen nur wärmstens empfehlen. Allein das Kloster Waldsassen ist überwältigend!
Interessant sind auch neue Erkenntnisse über etwa 22 Séeberger in Frankreich. Der größte Teil stammt von den schon erwähnten 3 berühmten Brüdern ab. Ein Sohn Louis-Albert hat mir mit seiner Tochter Michéle noch im April geschrieben und viele Daten geschickt. Am 3. Juni, am Geburtstag meiner Frau ist er gestorben und wurde am 8. Juni in der Nähe von Paris begraben. Manchmal macht dieses Hobby Ahnenforschung auch sehr traurig. Ich konnte ihm schon nicht mehr mitteilen, daß ich über seinen Urgroßvater herausgefunden habe, daß er in Lachen bei Memmingen geboren ist und 4 Generationen vorher von einem Franz * 1705 in Lachen abstammt (mit großer Wahrscheinlichkeit aus Tirol). Das bedeutet, daß dieser Zweig auch mit den Benniger Seebergern verwandt ist.
Ein weiterer Seeberger in Frankreich kommt aus der Luzerner Sippe, eine dritte aus Straßburg und davor aus Köln und dann gibt es noch einen Amerikaner, dessen Mutter aus der Banater Sippe abstammt.
Auf der Suche nach den diversen Heinrich aus Birr/Lupfig im Aargau die nach USA ausgewandert sind, bin ich mit Hilfe von Paul Davis aus Palm Springs auf Kankakee /Illinois aufmerksam geworden und habe einen Henry aus der Schweiz, bei dem sogar das Alter stimmt, in den Volkszählungslisten von 1860 tatsächlich gefunden! Wieder ein Mosaikstein mehr.
Soweit die wichtigsten Neuigkeiten. Wer hat auch etwas neues, was er mir mitteilen wollte? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.

         1.        Überblick                Stand: Oktober 99

                   Verbreitung der Seeberger

Inzwischen wird es immer schwieriger, eine Kurzübersicht über derzeit über 9500 Namensträger zu erstellen.
Um gleich mit einem Vorurteil aufzuräumen: Der Name Seeberger bedeutet noch lange nicht, daß man miteinander verwandt ist. Mindestens 3, wahrscheinlich aber 4 und mehr unterschiedliche Ursprünge scheinen mir erwiesen. Trotzdem kümmere ich mich um alle Linien, denn es ergeben sich immer wieder interessante Erkenntnisse. Die letzten Aktivitäten waren in Birr/Lupfig im Aargau, danach eine Reise in das Stadtarchiv Cheb und die Archive in Regensburg und Bamberg zur Erforschung der Seeberger aus dem Fichtelgebirge. Genauso habe ich mich intensiv um die Radolfzeller Sippen und die Auswanderer nach Amerika gekümmert.
Nachstehend ein kurzer Überblick über den Forschungsstand:

1.In Österreich lebende Linien:

Der Name kommt der Wahrscheinlichkeit nach von dem Weiler Seeberg im Großen Walsertal. Die Walser zogen vor 1400 aus dem Wallis nach Nordosten und bevölkerten unter anderem das Große Walsertal . Nun ist es durchaus wahrscheinlich, daß der Name Seeberger mit dem Wegzug von Seeberg entstanden ist. Es steht auch fest, daß der Name kein Walsername ist. Sollten Walser den neuen Namen angenommen haben? Hier streiten sich die Gelehrten noch.
Leider sind die Informationen nur spärlich, da erst ab ca 1590-1680 die Kirchenbücher verfügbar sind. Trotzdem ist insbesondere aus Grundstücksdokumenten in den Landesarchiven festzustellen, daß rund um das Große Walsertal der Name Seeberger wie folgt auftaucht:
- Bürs: Christian (*ca. 1485) Die Bürser Seeberger lassen sich nur bis ca. 1620 verfolgen, da sie plötzlich von dort verschwinden, also wahrscheinlich wegzogen.
- St. Jacob in Tirol: Hans (* ca. 1520). Diese Sippe läßt sich bis in die heutige Zeit verfolgen. Aus ihr entstammen die Linien in Boxberg und Bobstadt, sowie die meisten Seeberger im Bodenseeraum.
- Dalaas: Hans (* ca. 1525), auch diese verschwinden kurze Zeit später (nach St. Jacob? und in den Voralpenraum)
- Bezau: Johannes (*ca. 1570). Seeberger sollen schon ca. 1540 urkundlich erwähnt sein. Ab 1620 verschwinden sie auch dort!
- Bludenz: Enderle (*ca. 1580). Diese starke Sippe lebt bis heute noch in diesem Raum.
- Frastanz: Dort tauchen die ersten Seeberger ca. 1570 auf und bleiben dort längere Zeit. Ein Zweig stammt dabei von den Bludenzern ab, der zweite kann noch nicht zugeordnet werden.
Unklar ist die Herkunft folgender Seeberger in Österreich:
- die durch eine Wappenverleihung in Prag und Wien 1562 erwähnten Brüder Wolfgang und Damian Seeberger, die den Titel "zu Edlach" verliehen bekamen. Wahrscheinlich kamen sie aus Edlach in der Steiermark. Je ein Sohn ist bisher bekannt,
- Hans Christoph (* ca. 1570) lebte um 1610 als kaiserlicher Maut-Gegenhandler in Linz. Mehrere Nachfahren sind bekannt in Linz selbst waren Seeberger aber nie über längere Zeiträume ansässig..
- Ein Wappen (Siebmacher) soll 1450 verliehen worden sein. Dieses Wappen scheint Grundlage für das Wappen derer von Edlach zu sein.
- Hoheneck weist 1747 auf die 1525 und 1526 in Oberösterreich ansässigen Seeberger mit einem gänzlich anderen Wappen hin und schreibt, daß diese inzwischen ausgestorben seien. Wahrscheinlich meint er nur die Träger dieses Wappens, denn andere Seeberger sind zu dieser Zeit durchaus noch ansässig.

 2.In Deutschland lebende Linien aus Österreich:

- Wie schon erwähnt stammen mindestens zwei Linien aus St. Jacob in Tirol ab. Eine Familie zog ca. 1650 von Tirol nach Maria Steinbach bei Kempten. Dort haben sich die Brüder wohl etwas in die Wolle gekriegt und sich getrennt.
Franz blieb dort und begründete die heute von Kempten bis zum Bodensee lebenden Seeberger Sippe.
Christian zog weiter nach Bobstadt und ließ sich dort nieder. Seine umfangreichen Nachfahren leben noch heute in diesem Raum, teilweise im Raum Mannheim bis hin nach Japan.
- im Raum Kißlegg – Wangen/Allgäu kreuzt sich diese Linie mit einer anderen österreichischen Linie, deren Ursprung in Dalaas/Vorarlberg liegt.
- die Pfälzer Linie stammt von einem Georg Seeberger ab, der ca. 1650 geboren wurde und in Zams bei Landeck in Tirol lebte. Sein Sohn Bartholomäus wanderte in die Pfalz aus und begründete dort die zahlreiche Sippe. Es gibt einen Hinweis auf eine Verbindung nach St. Jakob.
Aus diesem Bereich scheinen noch mindestens drei weitere Sippen zu entstammen:
- ca. 1660 taucht in Boxberg ein Gallus auf, der 1620 geboren sein muß. Von ihm stammt eine große Sippe in Boxberg und Schweigern ab. Ein Hinweis bei seinem Sohn weist auf Tirol hin. Er könnte also ein Verwandter der ca. 1650 ausgewanderten Christian und Franz sein. Da die Kirchenbücher in St. Anton erst 1624 beginnen, könnte er durchaus 1620 dort geboren sein. Der Vorname weist aber mehr auf die Schweiz oder Vorarlberg hin. Ein Sohn Bernhard war der Begründer der Sippe in Moosbach/Baden, ein zweiter der ev. Sippe in Schweigern.
- Bleibt nur noch der Verbleib des Bruders von Franz und Christian namens Oktavianus. Der Gallus kann es vom Geburtsdatum her nicht sein. Also weiterforschen!
- In Leupolz bei Wangen im Allgäu tauchte um 1650 ein Peter aus, der aus Dalaas (Vorarlberg) stammen soll. Leider weisen die Kirchenbücher dort genau für die fraglichen Jahre der Geburt von 1618-1622 eine Lücke auf. Pech gehabt! Viele Nachfahren leben noch heute in diesem Bereich. Es ist nicht immer leicht, seine Nachfahren mit denen von Christian aus Tirol auseinanderzuhalten.
- Eine Sippe im Raum Radolfzell / Freiburg konnte bis 1712 zurück zusammengestellt werden. Es ist ziemlich sicher, daß sie aus den gerade beschriebenen Linien stammt. Eine zweite Linie ist ab 1760 in Liggeringen zu finden. Leider sind die Kirchenbücher von 1640-1780 nach 1912 verschwunden, mal sehen, ob und wie wir die Lücke schließen können.

3.Seeberger aus dem Fichtelgebirge (Bayern und Böhmen / CZ):

- Man kann davon ausgehen, daß diese Sippe den Namen vom Ort Seeberg (heute Ostroh) bei Eger angenommen hat. Dort gibt es auch die heute noch gut erhaltene Burg Seeberg. Neueste Unterlagen aus dem Stadtarchiv Cheb (Eger) zeigen, daß der Name dort bereits kurz nach 1400 auftauchte. Die Forschungen sind in diesem Bereich allerdings außerordentlich schwierig. Offensichtlich sind die Seeberger kurz nach 1500 über die Grenze nach Oberfranken in die Orte Großklenau/Tirschenreuth, Poxdort und Münchenreuth/Waldsassen gezogen. Dort gab es um 1560 bereits 13 wehrfähige Seeberger.
- in Pfaffenreuth ist Hans (* ca. 1525) der erste bekannte Seeberger.
- Matthes (* ca. 1520) taucht 1560 in Mähring – direkt an der Tschechischen Grenze - auf. Er stammt mit sehr großer Sicherheit aus Eger. Derzeit erforsche ich gerade die zahlreichen Nachfahren im Raum Tirschenreuth und Hof.
- in Münchenreuth/Waldsassen lebte Jacob (*ca. 1540) mit einigen Nachkommen. Von diesen Seebergern stammt vermutlich die ab ca. 1625 in Großenseebach bei Erlangen nachweisbare große Sippe ab. Ein Clemens aus Oberallbach bei Großenseebach zog ca 1760 in den Banat und später weiter nach USA (North Dakota und Kansas, wo diese Sippe einen bemerkenswerten Zusammenhalt zeigt.

4. Weitere Seeberger in Deutschland:

- vereinzelte Seeberger tauchen in Neustadt a.d. Weinstraße auf. Hans Jacob (* ca. 1620) war Gemeinsmann in Neidenfels. Er soll aus der Schweiz gekommen sein. Seine Nachfahren sind nach wenigen Generationen verschwunden.
- Hans der Alte (* ca. 1530) lebte in Darmstadt. Nachfahren bis 1600 sind bekannt.
- in Worms lebte Konrad (geb. ca. 1545) hatte 2 Töchter
- aus Bessungen ist Velten (* ca. 1530) bekannt. Ab ca. 1650 habe ich keine Daten mehr über diese Familie.
- ebenfalls gibt es im Voralpenraum noch vereinzelte Hinweise, daß auch andere Seeberger aus Vorarlberg und der Schweiz dorthin ausgewandert sind. Genauso sind umgekehrte Wanderungen bekannt.
- Im Hannoverschen sind Einzelfunde (Raum Alfeld, Hameln), die ich derzeit erforsche und deren Herkunft vor 1800 noch unklar ist.

5. Die ostpreussische Linie:

Ziemlich neu sind Daten über eine Vielzahl von Seeberger die aus den Kreisen Braunsberg und Heilsberg stammen. Die Herkunft des Namens könnte auch vom Ort Seeberg stammen. Die ältesten Eintragungen beginnen mit Bartholomäus in Lichtenau, welcher um 1630 geboren sein müßte. In Lichtenau tauchten sie damals unter dem Namen Seberg auf. Um 1700 änderte sich dieser in Seebergk und nur wenige Jahre später in Seeberger. Derzeit sind in Ostpreußen über 250 Namensträger bekannt, die Suche aber noch lange nicht abgeschlossen. Die Suche ist wegen der umfangreichen Kirchenbücher hier sehr zeitaufwendig.

6.In der Schweiz lebende Linien:

Inzwischen kommen auch aus diesem Bereich weitere Daten zusammen:
- es wird vermutet, daß der Name vom Ort und der Burg Seeberg im Kanton Bern stammt.
- die ersten Träger eines ähnlichen Namen sind der Priester Jakob von Seberch, der 1290 erstmals in Zofingen erwähnt wird. Auch der Hug Seberg wird in Zofingen 1382 als Hausbesitzer und später als Vogt zu Wangen erwähnt. Diese Zofinger Linie ist für mich noch völlig unerforscht. Die später nach Erteilung der Bürgerrechte in Zofingen nachweisbaren Seeberger kommen aus dem Aargau.
- erst ganz neu ist die Entdeckung ich eine Linie aus Wangen a.d. Aare /Bern von ca. 1600-1800. Zur Zeit werte ich die aus. Von dieser Linie steht in den Schweizer Namensbüchern nichts. Sie endet um 1850 vermutlich durch Auswanderung nach USA.
- eine sehr früh nachzuweisende Sippe (derzeit 443 Seeberger erforscht) entstammt dem Ursus (* ca. 1520) und hat sich bis heute in Malters und Schwarzenberg (bei Luzern) gehalten. Eine Familie wanderte in den Thurgau aus und trennte sich dort. Mitglieder gingen nach Deutschland, Australien, Afrika und leben sogar im Oman.
- eine weitere sehr umfangreiche Linie (über 420 Geburten) kommt aus dem Aargau (Lupfig, Birr) und ist noch nicht vollständig ausgewertet worden, da leider zwei Kirchenbücher verschwunden sind. Neuste Daten gehen bis ca 1470 zurück. Ein Heinrich (*1825) ist nach Texas ausgewandert und hat dort viele Nachkommen hinterlassen.
- eine 1815 in Kippel/Wallis mit den Bürgerrechten versehene Sippe kommt aus Fließ bei Landeck/Tirol und davor aus St. Jacob. Ist da ein Hinweis auf die Walserabstammung der Vorarlberger und Tiroler Seeberger zu finden? Merkwürdig, daß um 1800 diese Familie entgegen der allgemeinen Wanderungsbewegung in den Wallis gezogen ist. Oder deswegen, weil sie von ihren Vorfahren gehört hatte, daß diese von dort stammen?
Woher diese Sippen letztendlich kommen, ist noch unklar. Es gibt in der Schweiz einige Orte Seeberg, die Ursprung für den Namen sein könnten. Leider konnte ich aus Zeitgründen auch noch nicht dem Geschlecht derer von Seeberg nachgehen, welches vor 1400 auf der Burg Seeberg (BE) gelebt haben soll.

7. Die französischen Seeberger:

Die 3 Brüder Seeberger haben sich um die Jahrhundertwende in Paris einen hervorragenden Ruf als Fotografen und Modedesigner erworben. Die Werke werden noch heute auf Ausstellungen in der ganzen Welt gezeigt. Ihr Vater kommt aus dem Raum Memmingen / Bayern und entstammt mit ziemlicher Sicherheit aus der Tiroler Sippe. 

8. Seeberger in Amerika, können m.E. alle auf die o.a. Ursprünge zurückgeführt werden. Allein 400 noch lebende Seeberger habe ich dort gefunden und werden zur Zeit erforscht, z.B.:
- Seeberger in Pennsylvania stammen aus der Großenseebacher Sippe ab.
- ebenfalls aus diesem Raum stammt eine Familie ab, die über den Banat nach Kansas und North Dakota kam und sich heute über die USA verstreut hat.
- In Texas leben Seeberger, welche aus dem Aargau stammen.
- eine Familie stammt von einem Max aus Baden ab, der eine Frau aus Vorarlberg geheiratet hat. Erst vor kurzem habe ich gefunden, daß er am 10.4.1844 als Marcus in Liggeringen (Gemeinde Radolfzell) geboren wurde. Nach 8 Jahren Forschung wieder ein Durchbruch.
- um 1850 wanderte aus dem Saarland eine Familie nach Idaho und Illinois. Seitdem haben sie ein e verloren und schreiben sich Seberger. Diese Sippe ist sehr groß, gerade habe ich 400 Seiten Familiengeschichte aus USA bekommen. Meine Forschungen haben ergeben, daß sie aus der Tiroler Sippe abstammt und um 1670 an die Saar ausgewandert ist. 
Die letzten Zusammenhänge herauszufinden, wird aber noch Arbeit für einige Jahre sein.

9. Sonstige Seeberger in der ganzen Welt:

Bekannt sind vereinzelte Seeberger in folgenden Ländern:
     -Australien
     -Chile (aus einer Schweizer Linie)
     -Burkina Faso in Westafrika (ebenfalls aus der Schweiz)
     -Japan (aus Mannheim)
     -Spanien
     -Italien (z.B. Imbisstube Seeberger in Bozen)
     -Ungarn
     -Kanada
     -Israel

10. Namensvarianten:

Es ist nicht geklärt, ob diese Namensvarianten wie Seabörger, Seaburger (aus Böhmen in die USA), Seabrager oder Seeburger den gleichen Ursprung haben. Klar, daß hier die amerikanische Aussprache bei der Einwanderung zu Varianten geführt haben kann.
Seeburger sind schon ab 1600 in Michelfeld bei Heilbronn bekannt und auch über Neuschottland nach USA ausgewandert.
Auch Schneeberger tauchen schon um 1600 im Ort Seeberg /Kanton Bern, sowie in Böhmen auf, aber keine Seeberger!
Sieberger, Seiberger (im Raum Radolfszell) sind nachweisbar nur Schreibweisen von Seeberger.
Seeberg aus Ostpreußen haben den gleichen Ursprung um 1600, es ist offen, ob die Seeberg aus Westpreußen ebenfalls hierzu gehören.

11. Seeberger Bücher und Wappen:

Ein Buch Die Seeberger ist 1903 im Verlag Benzinger erschienen, der Verbleib von zwei Exemplaren ist bekannt.
Ein weiteres Buch mit dem gleichen Titel konnte noch nicht wieder aufgefunden werden. Kennt das jemand?
Ebenfalls vorhanden ist ein Buch über die französischen Brüder Seeberger und über die Tirschenreuther Linie, aus der ein Bürgermeister von Hof und diverse Pfarrer stammen.
Derzeit habe ich 12 Wappen von Seebergern. Wichtig ist immer die Herkunft des Wappens und wann sie wem verliehen wurden!

12. Zukunftsprojekte:

Ich werde diese Zusammenfassung von Zeit zu Zeit fortschreiben und allen Interessierten weiterleiten. Bei den vielen Kontakten kann es natürlich vorkommen, daß es so aussieht, als hätte ich jemanden vergessen. Also meldet Euch bitte auch einmal von selbst, es ist keine böse Absicht!
Durch die Ahnenforschung habe ich viele Einblicke in geschichtliche und soziale Hintergründe gewonnen. Viele Seeberger haben mir alte Fotos, Geschichten und Dokumente hinterlassen. Viele machen sich Gedanken, wo denn all diese Unterlagen bleiben könnten, wenn sie selbst einmal nicht mehr existieren. Vor allem, wenn keine Nachfahren mehr da sind. So hat Dr. H.-J. Seeberger in Berlin den Anstoß für ein Familienarchiv Seeberger gegeben. Ich habe ihm dies zugesagt und baue es gerade auf. Platz habe ich und die Zeit werde ich mir nehmen. Und wenn mein Sohn einmal kein Interesse mehr daran haben sollte, werden alle diese Unterlagen einem der bedeutendsten Archive für Ahnenforschung in Deutschland, der Martin Opitz Bibliothek in Herne übergeben.
Jetzt meine Bitte, oder auch mein Angebot:
Wenn Sie Unterlagen besitzen, die der Nachwelt erhalten bleiben sollen, wenden Sie Sich vertrauensvoll an mich, es wäre unendlich schade, wenn diese so interessanten und wichtigen Daten einfach auf irgendeinem Sperrmüll landen.
Wenn ich sehe, was unsere Vorfahren alles erlebt und auch oftmals in Tagebüchern und Briefen festgehalten haben, dann steckt viel Erfahrung, Leid, aber auch Freude dahinter. Soll das alles verloren sein? Mir persönlich hat dieses Hobby sehr viel gegeben, denn seit einigen Jahren hat sich meine Einstellung zum Leben sehr geändert. Sie ist zum Beispiel sehr viel positiver und zufriedener geworden, nachdem ich gesehen habe, wie unendlich besser es uns allen geht, als unseren Vorfahren vor 200-500 Jahren! Und ich glaube, ich kann mitreden, denn auch meine Familie wurde ziemlich gebeutelt und unsere behinderte Tochter braucht sehr sehr viel Kraft von uns.
Nun habe ich beschlossen, allein um den Überblick zu behalten, die Ergebnisse in einem Buch zusammenzufassen. Hierzu bin ich vor allem an Geschichten interessiert, die uns einen Einblick in Hintergründe und das soziale Umfeld bieten. Dazu an besonderen Begebenheiten, außergewöhnlich und originell, auch über besondere Leistungen. Es gibt unendlich viel über Seeberger zu schreiben, vom Seeberger-Kaffee über den Erfinder der ersten automatischen Viehtränke in der Schweiz oder der Rolltreppe in den USA. Oder wer oder was hinter den Straßennamen Seebergerstraße in Bremen, München und Marktredwitz steckt.
Es soll kein Buch werden, welches ich veröffentlichen werde, um damit Geld zu verdienen, sondern einfach, um all diese Dinge einmal systematisch aufzuarbeiten. Die Gliederung steht und derzeit sammele ich Informationen. Um ein Vorurteil gleich abzubauen, es sollen nicht die persönlichen Daten von lebenden Seebergern veröffentlicht werden, das verbietet schon der Datenschutz. Also keine mehr oder weniger langweiligen Stammbäume, sondern vor allem Hintergrundinformationen. Deshalb habe ich auch als Arbeitstitel: Den Seebergern auf der Spur gewählt.
Und ich rufe Sie alle zur Mitarbeit auf! Alles soll für Sie kostenlos und ohne jede Verpflichtung sein. Und wer seine Unterlagen nicht – oder noch nicht – aus der Hand geben möchte, dem sage ich: lassen Sie mich Kopien machen, Sie bekommen alles wieder zurück! Mir geht es nicht unbedingt um die Originale, sondern mehr um die Inhalte. Gerade Fotos, Zeitungsartikel, Briefe u.s.w. vor der Jahrhundertwende sollten niemals weggeworfen werden. Ich werde sie gebührend verwalten!
 

                - Bitte macht mit, ich zähle auf jeden Einzelnen -