Seeberger Wappen

Was wären die einzelnen Familien ohne ein schönes Familienwappen? Oftmals vergißt man dabei, daß es für die Verleihung und das Tragen ganz feste Regeln gibt. Aber das soll hier nicht weiter vertieft werden, ich möchte einfach aus der Vielzahl von Wappen die interessantesten herausnehmen und hier vorstellen.
Jede Ergänzung hierzu ist willkommen!

1. Die Schweizer Wappen:

Wappen Malters 02
Wappen Lupfig
Wappen Felix Birr 1855
Windisch

Dieses Wappen ist das Stammwappen der Seeberger aus dem Kanton Luzern (Malters und Schwarzenberg).

Über Alter und Verleihung ist nichts bekannt.

 

 

Irgendwann werde ich einmal die Zeit nehmen, diese Wappen alle in Farbe nachzuzeichnen! Im Moment muss diese Darstellung reichen.

 

In Birr zählt man die Seeberger (irrtümlicherweise) nicht zu den ältesten Familien. Man muß sagen, daß beide Gemeinden eigentlich nur zusammen betrachtet werden können. Nicht nur räumlich sind sie kaum noch zu trennen, auch ist es seit vor 1500 eine gemeinsame Kirchengemeinde.

 

 

 

 

Und doch gibt es ein Wappen aus Birr, nämlich das des Felix Seeberger, welches 1855 verliehen wurde.
Dieses Wappen ist auch in der Wappentafel der bürgerlichen Geschlechter der Stadt Zofingen bekannt, wohin dieser Felix von Birr aus zog. 

 

 

 

In der Gemeinde Lupfig hängt dieses Wappen als das Stammwappen der Lupfiger Seeberger zusammen mit anderen Wappen der ältesten Lupfiger Gemeinden. Es ist auf 1647 datiert. Nach Angaben des Staatsarchiv in Aarau ist das Wappen am Kirchturm von Windisch / Aargau angebracht worden sein.

2. Die Österreichischen Wappen:

Wappen_de_Edlach_1612__Weigel

Speyer Waigel 1612

Eines der schönsten und interessantesten Wappen. Mit dem Verleihungsdatum 3. April 1562 scheint etwas nicht zu stimmen, es wurde laut Aussagen von Fachleuten nachträglich eingefügt. Richtig scheint 29.3.1582 in Prag mit einer sog. Wappenaufbesse- rung am 3.April 1621 zu sein. Verliehen wurde es durch den Kaiser Rudolf II an die Brüder Wolf und Domian. Sie waren kaiserliche Maut-Gegenhandler in Linz /Donau. 

Wappen de Edlach 1562 Prag

Originalabbildung der Urkunde

Wappen_1450_Oesterreich_Siebmacher_III_S.65
Wappen_Oesterreich_1525_Hoheneck
Wappen_1711_Bregenz

Sie durften danach den Namen Seeberger de Edlach tragen! (Handelt es sich dabei um das Edlach in der Steiermark als Herkunftsbezeichnung?

 

Im Siebmacher wird dieses Wappen aufgeführt. Es soll bereits 1450 entstanden sein, weiteres unbekannt. Hiervon gibt es mehrere Varianten.

 

 

 

Im Hoheneck wird dieses Wappen mit 1525 dateirt, als das Wappen der ausgestorbenen Oberösterreichischen Familien Bisher sind diese Familien jedoch noch nicht in Erscheinung getreten.

 

 

 

 

 

Die Bregenzer Seeberger bekamen dies verliehen, über die Umstände ist nichts bekannt.

Wappen_Seeberger_Oesterreich_allg

Zwei Wappen unterschiedlicher Herkunft scheinen einen gemeinsamen Ursprung zu haben.

Links ein Wappen aus amerikani- scher Quelle, Ursprung unbekannt.

Rechts aus dem Riestap Armorial

3. Das Böhmische Wappen:

Wappen Riestap Armorial General

Ein Wappen mit vielen Fragezeichen! Es hängt am Eingang der Burg Seeberg in Böhmen /CZ und in der Niklaskirche in Eger.. Vinzenz Proeckl schreibt 1870 als Leiter des Stadtarchivs Eger: Die Familie Seeberg gehört zu den berühmtesten des Egerlandes und führt Namen von 1042 - 1318.

Sein Nachfolger im Amt Dr. Karl Siegel bezweifelt dies und behauptet, das die von Seeberg nie die Burg besessen oder bewohnt haben, sondern etwa 100 Km weiter südlich lebten. Angeblich gäbe es die aufgeführten Urkunden nicht.

Nun, in diesem Streit der Gelehrten kann ich schon garnicht entscheiden. Ich bin nur überzeugt, daß dieses Geschlecht zumindest nicht die Vorfahren der Seeberger in Eger waren. Für mich waren das alles sehr bodenständige Leute, die den Namen vom Ort Seeberg bekamen.

Wapp de Seeberge Cheb

4. Deutsche Wappen:

Wappen Hof
Wappen evtl. Kulmbach

 

Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Bürgermeisterwappen.

Es wurde dem Johann Wolfgang Seeberger aus der Böhmischen Sippe, der 1694-1769 in Hof lebte und als amtierender Bürgermeister dieses Wappen erhielt. Dieses Wappen ist traditionell an die Person und das Amt gebunden, vererbt sich also nicht automatisch weiter. Man beachte die Ähnlichkeit mit dem folgenden Wappen.

 

 

Für dieses Wappen ist als Herkunft Kulmbach angegeben. Der älteste Seeberger in Kulmbach war ein Johann Christian ein Halbbruder des obigen Johann Wolfgang. Seine Nachfahren lebten bis ca. 1900 in Kulmbach, dann ist diese Linie erloschen. Das Grundmotiv beider Wappen weist auf das Fichtelgebirge hin.

 

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Dieses Wappen ist das Stammwappen der Familie Sieberger. Herkunft und Jahresangabe noch nicht verifiziert. Es weist aber stark auf die Tiroler Abstammung hin.