Pscheheischen

Seeberger in Pscheheischen

Pscheheischen ist ein kleines Bauerndorf etwa 20 Km westlich von Pilsen.Die heutige Schreibweise ist auf dem Ortsschild zu lesen.







Im Vordergrund Pscheheischen, wie es heute aussieht. Im Hintergrund Unter-Sekersan.

 





 

Der heutige tschechische Name ist unverkennbar, wegen der unterschiedlichen Zeichensätze erspare ich es mir, ihn hier zu schreiben.

 

 

 

 

 

Die schöne restaurierte Dorfkirche. Und jetzt zu den Seebergern:
Nach der intensiven Auswertung habe ich 93 Seeberger in 7 Generationen gefunden. Es beginnt mit dem Johann Seeberger, der irgendwann vor 1685 (Beginn der Kirchenbücher) nach Pscheheischen gekommen ist. Woher er kam, ist nur zu vermuten, wobei Eger am wahrscheinlichsten ist, zumal in dem vom Sterbealter abgeleiteten Geburtsjahr 1620 dort ein Johannes geboren wurde. Aber bei der Häufigkeit des Vornamens Johannes belasse ich es bei der Möglichkeit, mehr zu behaupten, wäre unseriös. Ab ca. 1730 ist sogar die Hausnummer bekannt, wo eine dieser Familien lebte, Nummer 14. Aus dieser Familie stammt Maria geboren am 22. Mai 1780 als 7. von 8 Kindern, die 1799 Simon Wenzlick heiratete. Ihr Sohn Andreas wanderte nach USA aus.
Die letzten Seeberger sind bis 1880 nachzuweisen, diese Familien starben aus, da nur Töchter ein heiratsfähiges Alter erreichten. Es war mir leider nicht möglich, in Pscheheischen etwas näheres zu erfahren, teilweise war das Sprachproblem zu groß, keiner konnte sich an den Namen Seeberger erinnern.

Das Haus Nummer 14 ist ein sehr großer stattlicher Bauernhof, der aber fast völlig zerfallen ist. Aber man kann sich die Bedeutung dieser Familie, bei der Bartholomäus ( 1762-1838) das Amt des Oberrichters bekleidete, auch heute noch vorstellen. Leider konnte ich keinen Bewohner mehr finden.